Soll ich mein Kind fachlich auf die Schule vorbereiten?
Die Antwort ist ja, unbedingt!

Ich weiß, du hast es vermutlich aus deinem Umfeld, von den Erziehern im Kindergarten und vielleicht von der zukünftigen Lehrerin deines Kindes gehört, dass Kinder bloß nichts vor der Schule können sollten. Sie würden sich dann langweilen.
Dass das ein weit verbreitetes, hochgradig gefährliches Märchen ist, das auch noch einer geschellschftlichen Bankrotterklärung gleicht, zeige ich dir in diesem Blogpost.
Beginnen wir mit dem Märchen der Langeweile...
- Wenn Kindergartenkinder in einen Turnverein gehen, langweilen sie sich dann im späteren Sportunterricht?
- Wenn Kindergartenkinder in die Musikschule gehen, langweilen sie sich dann im späteren Musikunterricht?
- Wenn Kindergartenkinder bis 100 zählen und ein bisschen rechnen können, langweilen sie sich dann im späteren Mathematikunterricht?
Wieso sollten sich dann Kinder, die die Buchstaben und ein paar kleine Wörter lesen können, im späteren Deutschunterricht langeweilen?
Tun sie nicht.
Das ist ein weitverbreitetes Märchen. Nicht mehr.
Langeweile entsteht in der Regel nicht, wenn man etwas schon kann, sondern aus einem der folgenden Gründe:
- wenn das Kind nicht mitkommt und aufgibt und mit „Langeweile“ überdecken will, dass es Defizite hat. Das ist der häufigste Grund, den ich aus meiner langjährigen Berufserfahrung als Lehrerin seit 2003 bis heute kenne.
- Wenn gerade willenstarke Kinder sich sehr fremdbestimmt fühlen.
- Wenn die Methode, also WIE man etwas lehrt, eintönig ist.
Und davon abgesehen: Was sind wir für eine Gesellschaft, die das Eigeninteresse eines Kindes an Buchstaben unterbindet und Lesen als etwas darstellt, was man noch früh genug lernen MUSS?
Unterschiedliches Vorwissen
Von Einzugsgebiet zu Einzugsgebiet schwankt diese Zahl, aber du kannst davon ausgehen, dass ungefähr 20 % der Erstklässler schon vor der Einschulung alle Buchstaben kennen und auch ein bisschen lesen können.
Dann gibt es noch einen kleineren Prozentsatz von Kindern, ungefähr 10%, die nicht einmal ihren Namen schreiben können und völlig blank in der ersten Klasse sitzen.
Der Rest ist auch fachlich gut vorbereitet und hat eine Menge Vorwissen.

Grundschullehrer sind diese Vorwissensunterschiede gewöhnt. Gute Grundschullehrer, und davon gibt es in dieser Generation sehr, sehr viele, differenzieren mühelos und freuen sich über Kinder, die mehr wissen und begeistert lernen.
Das liegt an ihrer guten und modernen Ausbildung und an der Tatsache, dass sie durch die Vorgaben des Lehrplans schneller vorangehen müssen, als du dir vermutlich vorstellen kannst.
Die Flut an Informationen
Hier siehtst du die großen Hefte und Arbeitsblätter der ersten 5 Monate einer ersten Klasse nur im Fach Deutsch. Dazu kommen noch diverse kleine Hefte, die zwischendurch bearbeitet werden.
Wie soll da Langeweile aufkommen?
Aber, was du wahrscheinlich jetzt schon ahnst ist, dass für völlig unvorbereitete Kinder das Arbeitspensum ganz schön schnell zu viel werden könnte.

Du willst nicht, dass dein Kind zu dieser Gruppe gehört. Glaub mir das!
Ich bin seit Jahren Mitglied in den Facebookgruppen zur Einschulung. Und jedes Jahr zeigt sich das gleiche Bild.
Zuerst ist jeder euphorisch und werkelt an der Einschulungsfeier und dem Schultütendesign herum. Einige Tage nach der Einschulung hört man dann viele Eltern, denen plötzlich schmerzhaft bewusst wird, dass sie ihr Kind nicht gut genug vorbereitet haben.
Aufgekommen auf dem harten Boden der Realität wünscht man sich, man hätte es anders gemacht.
Eltern, deren zweites Kind eingeschult wird, bereiten ihr Kind wohlweislich sehr viel mehr auf die Schule vor. Ihren Fehler machen sie kein zweites Mal.
Der erste Eindruck
Ein weitere Grund, warum du dein Kind fachlich auf die Schule vorbereiten solltest ist, dass Lehrer auch Menschen sind.
Wir Menschen behalten den ersten Eindruck, den wir von jemandem, z.B. von deinem Kind, erlangen unterbewusst für sehr, sehr lange Zeit.
Stellt die Lehrerin fest, dass dein Kind in den ersten Tagen und Wochen viel weiß und gute Leistung erbringt, wird sie dein Kind unterbewusst als sehr guten Schüler speichern.

Natürlich korrigieren Lehrer ihre Eindrücke im Laufe der Zeit, aber dennoch solltest du diese normale menschliche Eigenschaft nutzen.
Und ob dein Kind ein guter oder sehr guter Schüler ist, hängt immer vom Vergleich mit den Mitschülern ab. Egal wie man sich um Objektivität bemüht. Der Vergleich mit der Gruppe ist nicht wegzudiskutieren.
Die Relevanz der Selbstwahrnehmung
Des Weiteren weißt du sicher auch, dass das, was wir selbst über uns denken, unsere Realität bestimmt.
Erfährt dein Kind in den ersten Wochen nach der Einschulung, dass es zu den besten Schülerngehört, hält es sich auch selbst Jahre später noch für einen leistungsstarken Schüler.

Dieses Selbstbewusstsein beeinflusst seine Motivation und die Einstellung gegenüber dem Lernen hochgradig positiv.
Ich denke, jetzt hast du ein paar gute Gründe gehört.
Meine Empfehlung für dich: Bereite dein Kind fachlich auf die Schule vor.


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Empfehlung: Die Vorschule sollte auch noch nach der Einschulung fortgeführt werden um den Vorsprung kontinuierlich auszubauen.